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VOTEC GRAVEL FONDO 2016 IM RÜCKBLICK

Bei frostigen Temperaturen könnte man meinen, der goldene Herbst des VOTEC GRAVEL FONDO wäre bereits eine kleine Ewigkeit her. Die Erinnerungen an zwei perfekte Radtage rund um den Feldberg, viele nette Menschen, entspannte Atmosphäre und Landschaft satt sind umso lebendiger. Wer auch dabei war, wird wissend in sich hinein lächeln. Wer es dieses Jahr noch verpasst hat, der hat wirklich etwas verpasst

Doch fangen wir von vorn an: VOTEC hatte am 15. und 16. Oktober zu ihrem ersten Gravelbike-Event eingeladen. Brügelmann gehörte neben SRAM und STRAVA von Beginn an zu den Unterstützern und Partnern des Gravel-Events. Natürlich ließen sich auch einige radbegeisterte Brügelmann Mitarbeiter eine Teilnahme nicht entgehen. Vorab-Streckenbilder, der Hype um Gravelbikes und die Aussicht auf ein neuartiges Eventformat bei dem „alles geht, aber nichts muss“ haben die Neugier befeuert und auch die Erwartungen ganz schön hoch gehängt.

Los ging das Wochenende schon am Freitagabend. Den Feldbergpass fast nur einen Steinwurf entfernt, einen noch grünen Ski-Hang direkt vor der Nasse, stellte sich eine Sportförder-Kaserne als üppig ausgestattetes Zentrum für das kommende Wochenende heraus. Orga-Partner Sauser-Events war der richtige Türöffner, damit ein Tross von über 100 Radverrückten für ein Wochenende das ehemalige Trainingszentrum von Sven Hannawald & Co. übernehmen konnte. Apropos Radverrückte: wenn Brügelmann an Bord ist und es ums Rennradfahren geht, dann sind die Jungs von „Guilty76 Racing“ meist nicht weit. So auch hier. Von irgendwo kam Pizza und Bier. Ein Lagerfeuer lud zu Fachsimpeln mit altbekannten und neuen Gesichtern ein. Von einer Renn-Anspannung keine Spur.

Dass es an Sportsgeist trotzdem nicht mangelte wurde am nächsten Morgen klar. Aus den vielleicht dreißig Personen vom Vorabend war ein 100 Fahrer und Fahrerinnen starkes Feld geworden. In voller Montur wurde über den noch in den Bergen hängenden Nebel spekuliert, Material verglichen und GPS-Tracks geladen. Alle waren begierig loszulegen. Doch Moment: Das VOTEC GRAVEL FONDO ist ausdrücklich kein Rennen. Extra angelegte Strava-Segmente auf dem GPS Track luden zwar zum Beißen ein, der Modus versprach aber den Charakter einer Ausfahrt mit Freunden. Passenderweise entließ Guilty76 Gründer und GRAVEL FONDO-Moderator des Wochenendes Florian Jöckel 10er Gruppe für 10er Gruppe in den noch tief hängenden Nebel auf die 72 Kilometer und knapp 2000hm lange Tagesstrecke.

Wir empfehlen in jedem Fall: Unbedingt dem STRAVA Gravel Fondo-Club beitreten und so rechtzeitig informiert sein, wie, wo und wann eine Fortsetzung ansteht.



VOTEC Gravel Fondo Recap - Two Days of Rollin´ Rocks

Schon auf dem ersten Kilometer Abfahrt offenbarte sich der Streckencharakter für das gesamte Wochenende. Asphalt, feinen Schotter und ein kurzes, flowiges Stück Trail stimmten auf Kommendes ein. Kaum hatte der lange Anstieg begonnen, schlossen Gruppen zueinander auf, vermischten sich, sortierten sich neu und preschten zum ersten Mal an diesem Tag dem Feldberg-Gipfel entgegen. Kalt blieb dabei niemandem lange, obwohl der Morgennebel bis ganz oben kaum aufriss. Auf dem Roadbook war am Gipfel und Ende der zweiten Strava-Prüfung eine Verpflegung vorgesehen. Leider war ausgerechnet an dieser ausgesetzten Stelle die Sicht besonders schlecht und es pfiff ein eisiger Wind. So fuhr unsere Gruppe, ebenso wie manch andere, unbemerkt an Kaffeespezialitäten, Kuchen & Co. vorbei, um Wind und feuchten Nebel wieder zu entkommen.

Nur wenige Kilometer weiter siegte die Sonne. Ein verblockter Abschnitt im nächsten Anstieg zwang nahezu alle Fahrer kurz vom Rad, belohnte aber mit grandioser Aussicht und langer Schotterabfahrt hinab zu unserer erste Verpflegungsstelle. Brügelmann-Bananen und umsichtige Standbetreuung sei Dank starteten wir gut gelaunt auf die zweite, sonnige Hälfte des Tages.

NEs rollte. Über feine Schotter- und Waldwege flogen wir weiter, Richtung Titisee, vorbei, ein weiteres Strava-Segment hinauf und wieder hinab zu Schwarzwälder Schinkenbroten am Fuß eine Skisprung-Anlage mitten im Wald. Von dort aus ging es in größer gewordener Gruppe nahezu konstant bergauf auf Schotterwegen Richtung Feldbergpass. Der letzte Stich des Tages führte noch einmal fast hinauf zum Feldbergturm und brannte in den Beinen. Eine raue Asphaltabfahrt später fanden wir uns an den Toren der Kaserne wieder, vor aufgebauter Schwarzwälder Kirschtorte und inmitten selig aussehender Mitstreiter.

AErst einmal den auf dem Gipfel verpassten Cappuccino! Tiefe Entspannung machte sich breit. Wer noch Kraft übrig hatte, durfte sich am Rodeo-Reiten versuchen. Wer mehr Entspannung suchte, verschwand kurz in der Sauna, während das Spannferkel fürs Abendessen vorbereitet wurde. Neben üppigem Mahl, einer Siegerehrung für die Strava-Kings und Queens sorgten Liveband, DJ-Künste vom Red Bull Jeep sorgen für de meisten Unterhaltungen rund um Feuerkörbe bald für die angemessene Bettschwere.

DAm kommenden Morgen hatten es einige mit dem Aufstehen nicht ganz so eilig. Doch ob gut erholt oder nicht - spätestens beim Anblick des strahlend blauen Himmels bekam man Lust auf mehr GRAVEL FONDO. 55 Kilometer, vier Strava-Segmente und etwa 1600hm warteten. Die Schlussabfahrt des ersten Tages wurde zum schweißtreibenden Start in die zweite Runde und hielt gleich das erste Segment für die Strava-Wertung des Tages bereit. War der Feldberg-Panoramaweg aber erst erreicht, wurden regelmäßig Fotopausen eingelegt. Eine wilde Schussfahrt Richtung Schluchsee führte uns zur Luxusverpflegung in der Sonne. Beim morgendlichen Biosk Cappuccino machte sich gelöste Genuss-Atmosphäre unter allen Teilnehmern breit. Ob man bei isotonisch gefüllten Pappbechern, halben Bananen und Energieriegeln auch so pausiert hätte? Vermutlich nicht.

Auch die zweite Hälfte am Sonntag konnte überzeugen. Wem die gut rollenden Passagen im Anschluss an die Pause all zu leicht von der Hand gingen, der wurde spätestens am finalen Anstieg gefordert. Eine lange Rampe, auf das Herzogenhorn forderte von jedem vollen Einsatz und führte nach einigen Asphaltkilometern über groben Schotter und schließlich einen malerischen Wiesenweg bis zur die letzte Verpflegungsstelle, wo ein letztes Mal junge Schwarzwälderinnen in Tracht herzhafte Schwarzwälder Schinkenbrote reichten. Die verbliebenen sechs Abfahrtskilometer ins Ziel dieses Wochenendes waren gefühlt eine Angelegenheit von nur wenigen Augenblicken. Dort machten erschöpfte aber glückliche Gesichter bei der Siegerehrung und dem anschließenden Gruppenbild deutlich, wie gut der erste GRAVEL FONDO die vorab geschürten Erwartungen getroffen und übertroffen hatte.

VOTEC hat mit seiner GRAVEL FONDO Premiere eine tolle Veranstaltung aus der Taufe gehoben und ganz nebenbei die beste Werbung für eine ganze Radgattung hingelegt, die man sich wünschen kann. Beim GRAVEL FONDO wurden die oft markig hervorgehobenen Stärken der neuen Allroundrennern auf Herz und Nieren abgeprüft. Rennrad-Fans und Mountainbiker rollten tatsächlich Seite an Seite und zeigten sich gleichermaßen begeistert. Sollte tatsächlich jemand der Teilnehmer an beiden Tagen durchgängig den Kopf gesenkt und das Tempo hoch gehalten haben, waren er oder sie selber schuld. Denn trotz der knackigen Eckdaten luden Streckenführung, Landschaft und luxuriöse Verpflegungs-Punkte zum Genießen ein.


Samstag Abend - It's BBQ time!

Nachdem sich der Himmel am Samstagabend abgeregnet hatte begrüßte uns der Sonntag von der sonnigen Seite mit dem erhofften Kaiserwetter. Dafür fiel für die müden Beine der Teilnehmer am Sonntagmorgen die Warmfahrphase weg. Schon kurz nach dem Start wurden die Muskeln durch eine Rampe in Baiersbronn mit voller Wucht aus dem Schlaf gerissen. Dieser erste Anstieg setzte den Ton für die gesamten 60 Kilometer und 1.500 Höhenmeter (50 km mit 1.250 hm für die verkürzte Option) des zweiten Gravel Fondo Tages.

Nicht nur auf den drei STRAVA-Segmenten des heutigen Tages – der gesamte Sonntag m Sattel war ein knackiges Auf und Ab mit großem Offroad- und Gravel-Anteil. Über abgelegene Schotterpassagen ging es zum ersten Trailabschnitt. Nach dem Zähne-Zusammenbeißen an der ersten Rampe waren spätestens hier wieder nur lachende Gesichter zu sehen. Einige versuchten sich daran den technischen Abschnitt ohne Fußabsetzen zu durchfahren und gerüchteweise haben es einzelne Teilnehmer auch geschafft. Mit reichlich Flow ging es weiter durch den Wald. Das nächste Ziel hieß wirklich Zuflucht, war eine kleine Ansiedlung mitten im Wald und für die Gravel Fondo Teilnehmer wartete dort eine Verpflegungsstation, die zum Innehalten einlud. Bis dahin waren noch einige Anstiege zu meistern. Es war wieder schön zu sehen wie alle Teilnehmer entspannt miteinander unterwegs waren.

Grüppchen um Grüppchen schossen durch den Wald, Pannen wurden kameradschaftlich gemeinsam versorgt, bei konditionellen Durchhängern motiviert statt attackiert. Da ist es wieder das entspannte Klassenfahrtfeeling was den besonderen Reiz vom letzten Jahr ausmachte. An der Verpflegungsstation, etwa bei Kilometer 37, hatte keiner echte Zuflucht nötig. Stattdessen machte sich heitere Gelassenheit breit und viel blieben gern etwas länger, um die Beine auszuruhen und die Sonne zu genießen.

Wieder im Sattel wartete eine längere Asphaltabfahrt über eine kleine Piste und nach anschließendem Auf und Ab die Talsohle. Von dort aus führte die Strecke die Teilnehmer über den Buhlbachsee zurück Richtung Baiersbronn. Nach 60 km Gravel-Vergnügen pur trafen nach und nach alle Fahrer auf dem Rosenplatz ein. Nach der Siegerehrung für die Gewinner der Stages und Biosk-Verköstigung im besten Gravel Fondo Style war es langsam Zeit Abschied zu nehmen. Als am späten Sonntagnachmittag auch die letzten Teilnehmer mit ihren Gravelbikes den Rosenplatz verließen, blieb der altbekannte Rosenplatz mit seinen Wanderern und Mountainbikern zurück, die es sich auf der Terrasse des kleinen Restaurants gemütlich gemacht haben. Vielleicht bleibt dem Baiersbronner Rosenplatz aber auch etwas VOTEC Gravel Fondo Charme erhalten. Wir zumindest sagen Danke für ein neues Gravelbike-Traumrevier.



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