Search
Generic filters
Exact matches only

Ein Radjournal von Brügelmann

Lupine vs. Sigma
Home / Test & Technik / Volkslicht vs. Edelleuchte: Zwei Lichtkonzepte für perfekten Nightride-Spaß

Volkslicht vs. Edelleuchte: Zwei Lichtkonzepte für perfekten Nightride-Spaß

Home / Test & Technik / Volkslicht vs. Edelleuchte: Zwei Lichtkonzepte für perfekten Nightride-Spaß

Volkslicht vs. Edelleuchte: Zwei Lichtkonzepte für perfekten Nightride-Spaß

Sigma Buster 2000 HL gegen Lupine Blika: Welche Lampe leuchtet besser?

redaktion 26. November 2019 14 min.

Porsche oder Golf? Wir haben zwei Lichtsysteme miteinander verglichen, die sich auf den ersten Blick genauso zueinander verhalten. Lupine stellt mit seiner neuen „Blika“ das edle Highend-Modell in unserem Test und tritt gegen das deutlich günstigere „Volkslicht“ von Sigma an, die „Buster 2000 HL“. Zumindest auf dem Papier sind sich die Leuchten fast ebenbürtig: In Sachen Leistung warten beide Lampen (zumindest in der Theorie) mit ähnlichen Werten auf. Sigma bringt mit satten 2.000 Lumen Licht ins Dunkle, Lupines „Blika“ hat mit 2.100 Lumen nur wenig mehr Leuchtpower. Wie viel Licht bekommst du für dein Geld? Wir wollten es genau wissen.

Lupine Vs. Sigma

Lupine „Blika“

Lupine Blika R 4 SC Helmlampe
Lupine „Blika R 4 SC“

Die Blika des Premium-Lichtspezialisten Lupine soll ein wahres Multitalent sein. Für Radsportler*innen soll sie das bewährte Lichtbild einer Piko liefern, ist aber zusätzlich mit vielen weiteren Funktionen ausgestattet. Dank diffusem Leselicht, Rot- und Grünlicht sowie einem neuen Montagesystem und verschiedenen Halterungsoptionen ist sie extrem vielseitig und eignet sich auch zum Laufen, Klettern und fürs Bikepacking.

Das alles ist verpackt in einem hochwertigen, leichten Lampenkörper und kommt als Modell „Blika R 4 SC“ mit einem leichten 3,5 Ah-Akku inklusive Ladeanzeige und Rücklichtfunktion. Das System bringt so schlappe 231 Gramm auf die Waage – superwenig, aber superwichtig, denn schließlich ist es ja vorgesehen, dass man die Beleuchtung samt Akku auf dem Helm montiert. In diesem Setup beträgt die Leuchtzeit übrigens bis zu acht Stunden bei 350 Lumen oder 15 Stunden bei 180 Lumen. Bei voller Power (2100 Lumen) geht der Blika aber schon nach etwas mehr als einer Stunde die Power aus.

Zusatzfeatures

Als zusätzliches Schmankerl ist die „Blika“ mit Bluetooth ausgestattet und kommt mit einer Lenkerfernbedienung, die es ermöglicht, alle Funktionen bequem vom Lenker aus zu aktivieren. Du möchtest vom grellen Fernlicht auf den sanften Abblendmodus wechseln? Kein Problem – und zwar ohne die Hand vom Lenker zu nehmen. Außerdem lässt sich die Leuchte mit einem Smartphone koppeln. Über die kostenlose App „Lupine Light Control 2.0“ lassen sich so beide Taster der Lampe frei mit den unterschiedlichen Leuchtmodi belegen, sodass du dir dein perfektes Licht zusammenstellen könnt. Die „Blika“ ist wasserdicht nach IP68, also tatsächlich auch gegen Untertauchen in Wasser geschützt.

Kostenpunkt

Das alles gibt’s in der getesteten Version für 399 Euro (UVP). Mit einfachem Akku ohne Ladestandsanzeige und Rücklichtfunktion sowie ohne Lenkerfernbedienung wechselt das Paket für 339 Euro (UVP) den Besitzer. Das Power-Paket mit dickem 6,9 Ah-Akku kostet 442 Euro (UVP). Alle Blika-Modelle sind übrigens kompatibel mit dem umfangreichen Lupine-Zubehör. So kannst du nach Belieben Akkus hinzukaufen und somit die Reichweite erhöhen oder den Akku mittels „USB-Charger“-Adapter als Powerbank benutzen.

Die Blika-Familie


Sigma „Buster 2000 HL“

Sigma Buster 2000 HL Helmlampe
Sigma „Buster 2000 HL“

Sigma’s „Buster“ ist mit satten 2.000 Lumen ebenfalls für den lichtstarken Einsatz auf dunklen Trails ausgelegt. Drei leistungsstarke LEDs sollen hier für konstante Ausleuchtung sorgen. Und auch bei Sigma gibt es verschiedene Leuchtmodi, die allerdings allesamt fürs Radfahren gedacht sind und im Grunde nur die Leuchtstärke der LEDs regulieren (und somit die Batterielaufzeit beeinflussen).

Leuchtkraft und Akku

Sieben Modi sind fest programmiert: Vom „High-Power“-Modus mit 2.000 Lumen bis zum 300-Lumen-Eco-Mode sollte jede*r Radler*in die passende Leuchtstärke für sich finden. Bis zu 20 Stunden Brenndauer sind so drin. Die „Buster“ wird von einem kräftigen 6,4 Ah-Akku gespeist, der mit 347 Gramm schon ein ganz ordentliches Gewicht auf den Helm bringt. In Kombination mit der Lampe selbst (125 Gramm) schnallst du dir fast ein halbes Kilo extra auf den Kopf. Sigmas „Buster 2000 HL“ ist, im Gegensatz zur Lupine-Leuchte, nur spritzwassergeschützt (IP44), was einen längeren Einsatz unter harten Outdoorbedingungen natürlich einschränkt.

Die Buster 2000 HL & Zubehör

Lipine vs. Sigma Helmlampen um Duell
Lupine vs. Sigma. Teuer gegen günstiger. Welche Lampe hat am Ende die Nase vorn? Wir haben’s ausprobiert!

Erstes Zwischenfazit:

Auch die Sigma-Leuchte besitzt ein Bluetooth Modul und kann per Lenkerfernbedienung gesteuert werden. Eine App hingegen steht nicht zur Verfügung, die Leuchtmodi sind fix. Der Sigma-Akku kann ebenfalls als Powerbank genutzt werden und das ganz ohne zusätzlichen Adapter: Ein USB Ausgang ermöglicht es dir, ganz einfach beispielsweise das Handy oder das GPS-Gerät nachzuladen. Per Ladestandsanzeige kannst du auch am Sigma-Akku jederzeit ablesen, wie viel Saft noch zur Verfügung steht. Im Set kostet die „Buster 2000 HL” 199,95 Euro (UVP) und ist somit rund halb so teuer wie Lupines Einstiegs-Paket.

First Look und Montage

Lupine

In der Theorie bieten beide Beleuchtungssysteme erstmal recht vergleichbare Leistung – sowohl was die Leuchtstärke betrifft als auch in Sachen Lieferumfang. Doch schon beim Betrachten der Verpackungen werden Unterschiede deutlich. Wie es sich für ein Highend-Modell gehört, macht die Lampe vom Licht-Spezialisten Lupine durchweg einen extrem hochwertigen und edlen Eindruck. Schon die wertige Verpackung bringt zum Ausdruck: Hier steckt Hightech drin! Klappt man den magnetisch verschlossenen Karton auf, präsentierten sich die Einzelteile der „Blika“ fein säuberlich im exakt ausgesparten Moosgummi-Innenleben. Perfekter Schutz trifft edle Präsentation. Vor allem der Lampenkopf mit seinen fein gefrästen Kühlrippen wirkt absolut hochwertig, aber auch der Rest macht einen sehr durchdachten, stimmigen und edel gearbeiteten Eindruck. Dazu passt die ausführliche Bedienungsanleitung, untergebracht in einem handlichen Heft und schön aufgemacht.

Verpackung Lupine
Schon die Verpackung bringt zum Ausdruck: Bei Lupine bekommt man ein edles Highend-Produkt!

Sigma

Bei Sigma ist alles deutlich einfacher gehalten. Die Verpackung ist halt eine Verpackung – funktionell und nichts weiter. Dasselbe gilt für die Bedienungsanleitung, die eher billig im Beipackzettel-Style daherkommt und wirklich nur kurz und knapp die wichtigsten Infos rüberbringt. Lampe und Akku machen einen hochwertigen Eindruck, wirken aber insgesamt etwas einfacher und sind etwas größer/schwerer. Auch der mitgelieferte Bluetooth-Taster für den Lenker ist etwas klobiger ausgefallen. Doch das alles sind ganz klar optische Eindrücke. Hier funktioniert der Vergleich „Porsche – Golf“ ziemlich gut: Es ist klar, dass das Topmodell nur edelste Materialien benutzt, diese perfekt verarbeitet und bestmöglich präsentiert. Das Mittelklassemodell hingegen kommt deutlich schlichter und zweckmäßig daher, glänzt aber dennoch mit attraktiven technischen Daten. Um zu überprüfen, was beide Leuchten tatsächlich auf dem Trail können, montieren wir sie schnell an unseren Test-Helmen.

Montage

Die Montage beider Systeme ist denkbar einfach. Beide Hersteller arbeiten mit Klett-Bändern, die man zunächst durch die Öffnungen des Helms frickeln muss. Dabei warten bei beiden Lampen vergleichbare Probleme – oder auch nicht: Tatsächlich ist es stark vom Helm abhängig, ob sich die Halterung einfach und schnell montieren lässt oder eben nicht. In unserem Fall hat es bei beiden Helmen geklappt, obgleich es etwas fummelig war.

Doch am Ende sitzen beide Lampen samt Akku sicher und fest auf ihrem Helm. Eine interessante Alternative könnte übrigens die Action-Cam-Mounts sein, die an gängige Halterungen von zum Beispiel GoPro passen. Bei Sigma ist so eine Halterung bereits dabei, für Lupines „Blika“ ist sie optional erhältlich. Wer ohnehin so eine Halterung montiert hat, für den ist das eine einfache und zweckmäßige Alternative. Beide Lenker-Fernbedienungen sind übrigens in wenigen Sekunden per Gummiring am Lenker befestigt. Der Lupine-Taster ist dabei etwas kompakter und dezenter.

Montage Sigma Helmlampe

Die Montage der Sigma-Leuchte funktioniert genauso einfach wie die der Lupine. Zugegeben trägt sie aber etwas dicker auf. Alternativ könntest du den Akku am Rahmen montieren oder ihn im Rucksack verschwinden lassen, das dazu nötige Verlängerungskabel liegt bei.


Kleine aber feine Helmlampe von Lupine

Klein und leicht ist Lupines „Blika“ – perfekt! Fummeln muss man trotzdem, bis alles passt.

Fertig montiert stellen wir fest: Die „Blika“ ist insgesamt kompakter und leichter. Praktisch ist der Klick-Mechanismus, der es erlaubt, den Lampenkopf abzunehmen, wenn man ihn nicht benötigt. Beim Akku funktioniert es ähnlich: Der lässt sich ebenfalls leicht aus seiner Halterung nehmen, sodass zum Beispiel ein Wechsel sehr einfach und ohne Fummelei funktioniert. Wenn einem diese Eigenschaften wichtig sind, geht Lupine in Sachen Montage mit einem hauchdünnen Vorsprung in die nächste Runde.

First Ride

Sigma

Los geht’s. Ein kurzer Druck auf die Schalter am Lampenkopf und der Trail vor uns erstrahlt in hellem Licht. Sind die Leuchten einmal aktiviert, lassen sie sich fortan per Bluetooth-Schalter vom Lenker aus ansteuern. Dabei folgen beide Taster derselben Logik: Jeder Tastendruck switcht das Licht in den nächsten Modus. Bei Sigma bedeutet das, Schritt für Schritt ein vierstufiges Abblenden beziehungsweise drei verschiedene Blinkmodi. Die Remote-Fernsteuerung besitzt zwei Tasten: Eine schaltet nur die Leuchtmodi, mit der anderen aktivierst du die drei Blinkmodi – praktisch!

Leuchtkraft der Sigma Buster 2000 HL

Lupine

Und bei Lupine? Das kann man so exakt nicht sagen. Denn im Grunde kannst du selber festlegen, was passiert, wenn du die Tasten betätigst. Dafür müssen wir ein wenig weiter ausholen: Grundsätzlich schaltet man sich auch bei Lupine „linear“ durch verschiedene Licht-Modi. Allerdings kann man über die App (und falls man kein Smartphone hat auch über bestimmte Tastenkombinationen) selbst festlegen, durch welche Modi man sich zappt. Dabei kannst du nicht nur die gewünschten LEDs bestimmen, sondern auch deren Lichtstärke. Du kannst bis zu vier Modi bestimmen. Modus 1 könnte beispielsweise sein: „Hauptlicht volle Power plus Spot-LED“.

Steuerung der Helligkeit über eine entsprechnde App von Lupine

Modus 2 könnte sein: „Hauptlicht halbe Power plus Spotlicht“, Modus 3 „Spotlicht plus diffuses Licht“ und so weiter. Insgesamt vier Modi kannst du für den oberen Button festlegen – aber auch nur zwei oder drei bestimmen. Dasselbe gilt für den zweiten Button, der sich unter dem Lampenkörper befindet, sodass man ihn nicht verwechseln kann. Diesen unteren Button könnte man beispielsweise für Lichtmodi nutzen, die man nach der Radtour nutzt. Zum Beispiel nur das diffuse Leselicht oder einen Lichtspot mit ganz schwacher Lichtstärke.

Und als sei das nicht genug, kannst du noch verschiedene Lampenprofile anlegen. Zum Beispiel einen „Trail-Modus“, der nur zwischen Volle-Power und Sparbetrieb hin und her schaltet oder einen „Reise-Modus“, der alle erdenklichen Beleuchtungs-Szenarien beinhaltet. Was zunächst vielleicht etwas kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach und einleuchtend. Die App ist intuitiv zu bedienen und ermöglicht es binnen weniger Minuten, ein passendes Setup zu finden. Entsprechend der beiden Taster am Lampenkörper besitzt die Lenkerfernsteuerung übrigens auch zwei Taster mit derselben Schaltlogik. Wenn dir das alles zu viel ist, kannst du auch die Finger von der App lassen und einfach die Werkseinstellungen nutzen.


Nun aber endlich auf den Trail. Die wichtigste Frage überhaupt lautet: Welche Lampe leuchtet das Sichtfeld besser aus?

Volle Helligkeit der Lupine Blika vom Helm aus

So sieht es aus, wenn Lupines „Blika“ bei voller Power vom Helm strahlt.
Volle Helligkeit der Sigma Buster 2000 HL vom Helm aus

…und so leuchtet Sigmas „Buster“ im Vollgasmodus. Wir sehen: Die Unterschiede sind überschaubar.


“Insgesamt hat man mit Lupine mehr Möglichkeiten, alles aus der Lampe und vor allem aus dem kleinen Akku herauszuholen.”

Basti

Wenn wir uns auf das absolut Wesentliche beschränken, nämlich die bestmögliche Ausleuchtung des Trails vor uns, liefern sich beide Lampen ein Kopf-an-Kopf-Rennen! Ehrlicherweise müssen wir sagen: Sowohl Sigma als auch Lupine lassen im „Full-Power-Mode“ den Trail vor uns hell erstrahlen und es macht mit beiden Systemen total viel Spaß, es auf dem Nightride richtig laufen zu lassen. Wer penibel hinschaut, wird Unterschiede feststellen – geht es aber einfach nur darum, zu beurteilen, ob man genug sieht, lautet unsere Antwort ganz klar: Ja! Und zwar mit beiden Systemen.

Die Unterschiede liegen im Detail und vor allem darin, dass Lupines „Blika“ mehr Variationsmöglichkeiten bietet. So kann man beispielsweise einen „Spot“ hinzuschalten und so dem Trail unmittelbar vor einem noch ein bisschen mehr Licht verpassen. Oder man nutzt nur den Spot und genießt eine recht gut ausgeleuchtete Fahrspur bei minimalem Stromverbrauch (was zum Beispiel auf langsamen Uphills Sinn machen kann).

Zwischenfazit

Insgesamt hat man mit Lupine mehr Möglichkeiten, alles aus der Lampe und vor allem aus dem kleinen Akku herauszuholen. So gelang es uns, bei gefühlt stets hervorragender Sicht deutlich längere Touren zu fahren, als es bei konstant voller Power möglich gewesen wäre. Sigma glänzt hingegen mit Einfachheit: Man nutzt eben die volle Power oder blendet schrittweise ab, wie es gerade passt. Dank vergleichsweise kräftigem Akku braucht man sich auf „normalen“ Hometrail-Runden niemals Gedanken darüber zu machen, ob die Power reicht, selbst wenn man die ganze Zeit im stärksten Modus leuchtet.

Akku der Sihma Buster 2000 HL
Beide Akkus geben jederzeit Auskunft darüber, wie viel Power sie noch zur Verfügung haben. So sieht es beim Sigma-Akku aus…
Akku der Lupine Blika
… und so bei Lupine. Der Clou: Die roten LEDs lassen sich auf Wunsch auch als Rücklicht nutzen. Übrigens siehst du, dass wir die Akkuhalterung falsch herum montiert haben – so passte es am benutzten Helm einfach besser.

Handhabung

In Sachen Handhabung hat die Lupine wieder die Nase vorn. Im Fahrbetrieb ist es ungemein praktisch, wenn man nur genau die Modi zur Auswahl hat, die man auch wirklich nutzt. Man könnte die Leuchte zum Beispiel so einstellen, dass man ausschließlich zwischen „Volle Power“ und „Sparmodus“ hin und her schaltet – auf dem Trail ein echter Pluspunkt. Bei Sigma hingegen musst du dich durch vorgegebene Modi klicken. Ein bisschen unkomfortabler also, dank Remote-Taster allerdings keine massive Einschränkung. Wie schon erwähnt ist das geringere Gewicht der „Blika“ ein Vorteil. Zumindest, wenn du den Akku am Helm befestigen möchtest.

Wenn dich ein Kabel in Richtung Rucksack oder Rahmen nicht stört, lässt sich das Problem bei Sigma einfach umgehen, indem der Akku eben nicht am Helm steckt. Fairerweise muss man aber auch dazu sagen, dass der kleine Lupine-Akku eine deutlich geringere Laufzeit hat, als der große Sigma-Knochen: Bei voller Power geht der „Blika“ bereits nach etwas mehr als einer Stunde der Saft aus. Im „Mischbetrieb“ bringt man aber trotzdem ein paar Stunden Licht ins Dunkle. Mit Sigmas größerem Akku leuchtet man rund 2,5 Stunden bei voller Power und muss sich deutlich weniger Gedanken darum machen, dass der Spaß gleich vorbei sein könnte. Im Eco-Modus soll die „Buster“ sogar auf 20 Stunden kommen, so lange haben wir aber ehrlicherweise noch nicht durchgehalten.

Bluetoothfernbedienungen der beiden Lampen von Lupine und Sigma

Praktisch: Beide Lampen kommen mit Bluetooth Fernbedienung, was das Handling auf dem Trail sehr vereinfacht. Die Hände bleiben am Lenker und man braucht nicht am Helm herumzufummeln, bis man den Schalter gefunden hat.

Eine Sache erwies sich unterwegs als ungemein praktisch: Die Rücklicht-Funktion des Lupine-Akkus. Mal wieder war die Batterie des Rücklichts leer und wir waren mitten im Berufsverkehr unterwegs. Kein Rücklicht war keine Option. Wie gut, dass die „Blika“ auch das kann! Ein Doppelklick auf den Taster des Akkus und schon leuchten die LEDs, die normalerweise den Akkustand anzeigen, dauerhaft rot auf. Da der Akku am Helm befestigt ist, sind diese roten LEDs gut sichtbar, auch wenn sie natürlich nicht so hell sind wie ein kräftiges Rücklicht.

Rücklicht inklusive
Als Notlösung oder als zusätzliches Rücklicht ist das aber allemal eine tolle Option!

Fazit

In Sachen Trail-Ausleuchtung können wir klar sagen: Mit beiden Lampen lässt sich auf dem Nightride ganz viel Spaß haben. Zwar sind kleine Unterschiede erkennbar, dennoch ist bei beiden Leuchten genug Power vorhanden, sodass man immer alles im Blick hat, um schnell und sicher, fast wie im Hellen, die Trails zu rocken. Deutlich größere Unterschiede liegen im Detail, hier macht sich dann doch der Preisunterschied bemerkbar. Die Lupine ist leichter, wasserdicht, wirkt insgesamt edler und bis ins kleinste Detail ausgereift.

Die Programmierfunktion per App ist toll und dank umfangreichem Zubehör kann man die „Blika“ selbst für tagelange Nonstop-Fahrten im arktischen Winter oder als Allround-Licht für Bikepacking- oder Wandertouren auf-/umrüsten. Am Ende musst du wissen, was du willst und brauchst: Wenn du einfach nur ein kräftiges Licht suchst, das dir für ein paar Stunden Spaß auf den Hometrails bescheren soll, dann hat die „Buster 2000 HL“ von Sigma alles, was man dafür braucht und das zu einem sehr attraktiven Preis. Legst du hingegen Wert auf minimales Gewicht, besonders lange Laufzeiten, Wasserdichtheit und eine nahezu perfekte Handhabung, ist die „Blika“ deine Wahl. Welcher „Licht-Typ“ du bist, entscheidest du allein, aber du wirst an beiden Systemen deine Freude haben!

Technische Daten

Lupine

Name:Lupine Blika R 4 SmartCore
Preis:€ 399,-
Gewicht:94 g (Lampe) und 137 g (Akku)
Leuchtkörper:LED, Linse: Multi-Lens-System 22° / 12° / 180°;
Leuchtmittel: 2 x Cree XM-L2, XQ-E HI (4x weiß, 1x grün, 1x rot)
Akku:3,5 Ah SmartCore Akku
Schutzklasse:IP68 (Wasserdichtigkeit), IP09 (Schlagfestigkeit)
StVZO:ohne StVZO Zulassung
Leuchtdauer:1:05 bis 12 Stunden
Herstellerhomepage:Lupine
Link zum Shop Lupine Blika R 4 SmartCore

Sigma

Name:Sigma Buster 2000 HL
Preis:€ 199.95,-
Gewicht:125 g (Lampe) und 347 g (Akku)
Leuchtkörper:Cree LED
Akku:6,4 Ah
Schutzklasse:Spritzwassergeschützt IP44
StVZO: ohne StVZO Zulassung
Leuchtdauer:2,5 bis 20 Stunden
Herstellerhomepage:Sigma
Link zum Shop Sigma Buster 2000 HL